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Letzter Kommentar

  • Ist ein EU-Beitritt der Türkei noch realistisch?

    13. Oktober 2015  12:40, von  mataruski

    Und wenn jemand sagt, der Islam gehöre nicht zu Europa, dann wird man in einen Topf mit Pegida und noch besser einem Mörder wie Breivik geschmissen. Wenn die politischen und intellektuellen Eliten der europäischen Staaten meinen sich ungeachtet von Volkes Meinung über die Sorgen des einfachen, nicht ganz so klugen und weitsichtigen Volkes hinwegsetzen zu können, dann resultiert daraus eine Demokratur, welche den Ursprungsgedanken einer Demokratie ad absurdum führt. Jemanden welcher aus Überzeugung sagt, dass der Islam nicht nach Europa gehöre, mit einem Herrn Breivik zu vergleichen, das ist in keinem Fall weniger ideologisch belastet als die Anliegen von Pegida. Ich meine das der Islam nicht nach Europa gehört. Allerdings teile ich auch nicht die Auffassung der Pegida Macher, noch sympathisiere ich mit Leuten wie Herrn Breivik. Der Islam und die Demokratie sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht vereinbar. Die Türkei ist doch aber gar kein islamischer Staat, weshalb also werden Äpfel mit Birnen verglichen? Ganz klar, hier soll mehr oder minder unterschwellig ideologisiert werden. Ein jedes Konstrukt ist nur so stark, wie es das schwächste Glied eine Kette wäre. Ergo, man muss das schwächste Glied stärken, um das Konstrukt zu stärken. Wenn man aber meint, alle Menschen welche nicht der Auffassung sind das der Islam zu Europa gehöre, mit einem Herrn Breivik vergleichen zu dürfen, dann wird sich das irgendwann rechen. Leute welche solche Parolen verbreiten, unterstützen jene Politiker, welche sie eigentlich gar nicht haben wollen. Die europäischen Extremen sollten sich bei Ihnen bedanken. In jenem Moment, in welchen Sie die Sorgen und im übrigen berechtigten Ängste der Europäer nicht mehr realisieren und jene Menschen mit Mördern wie Breivik vergleichen, spielen Sie Frau Le Pen, Herrn Wilders und all den anderen Visionären, dessen Visionen sich allerdings von Ihrer unterscheiden in die Karten. Ich finde das der Islam nicht nach Europa gehört und möchte nicht mit Herrn Breivik verglichen werden. Bei Attentaten heißt es ja gerne; das habe nichts mit dem Islam zu tun. Wenn man aber meint, der Islam gehöre nicht zu Europa; dann ist man ein rassistischer Moslem Hasser. Na ja, nicht nur Gottes Wege sind unergründlich.

  • Ist ein EU-Beitritt der Türkei noch realistisch?

    12. Oktober 2015  10:18, von  duodecim stellae

    Erdogans Demokratieverständnis ist zwar ein Problem, aber nur ein temporäres, da er sich auch nicht ewig wird an der Macht halten können. Die Türkei ist ein Land mit einer westlich orientierten dynamischen jungen Bevölkerung in den großen Metropolen, das noch für einige politische Überraschungen gut ist, sowohl positive als auch negative.

    Das Argument die Türkei gehört nicht zu Europa ist meiner Meinung nach nicht haltbar. Wenn man sagt wegen der Kultur, dann vergisst man zum Beispiel, dass die Türkei das einzige Land in der Region ist, dass das lateinische Alphabet verwendet. Die Bulgaren, Ukrainer und Russen nutzen das kyrillische, die Griechen das griechische, in den Staaten im nahen Osten wird meist das arabische verwendet. Und wenn man sagt der Islam gehört nicht zu Europa, dann zeigt man damit ein Verständnis von Europa, wie es Pegida oder Anders Breivik haben, und das meiner Meinung eher ins Mittelalter gehört, als in das 21. Jahrhundert. (So habe ich die Anspielung an das Fränkische Reich nicht gemeint, aus dem Vorpost.) Was macht man dann mit Bosnien, Albanien und Kosovo, die auch mehrheitlich muslimisch sind?

    Die Grenzen Europas geographisch zu definieren ist auch willkürlich, da geologisch Europa weder eine eigene Kontinentalplatte verfügt, noch ein Subkontinent wie Indien ist. Eigentlich ist Europa ein rein kultureller und politischer Begriff, und da sich die Kultur in einen steten Fluss befindet, bleibt nur noch die Politik als klare Definition übrig. Insofern ist es auch legitim die Europäische Union mit Europa gleichzusetzen, da in ihr die politische Manifestation eines vereinten Europas ihren Ausdruck findet. Ob die Türkei oder sonst ein Staat zu Europa gehört oder nicht, ist letzten Endes eine rein willkürliche Entscheidung.

    Das größte Problem, dass ich bei der Türkei sehe ist der fanatische Nationalismus dort. Starker Nationalismus lässt sich nicht mit der Idee eines gemeinsamen Europas vereinen. Es ist nicht verwunderlich, dass Staaten, wie Großbritannien, die gegen eine Vertiefung der Union sind Befürworter eines Türkeilbeitritts sind. Insofern ist die aktuelle Linie Verhandlungen mit der Türkei zu führen, aber sich viel Zeit zu lassen, die absolut richtige. Nur sollte man diese Zeit auch nutzen, die Union zu konsolidieren und auch im Kern zu vertiefen, sonst ist in 50 Jahren eh alles egal. Die Katastrophen brechen in den nächsten Jahren sowieso immer mehr auf uns herein, und wenn wir es dann nicht schaffen uns zu einen, werden wir untergehen, egal ob mit oder ohne Türkei.

  • Ist ein EU-Beitritt der Türkei noch realistisch?

    12. Oktober 2015  09:49, von  duodecim stellae

    Ich war früher ein Befürworter eines EU-Beitritts, habe heute aber eine differenziertere Meinung.

    In einem Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten, was wir de Facto ja schon lange haben, könnte ich mir die Türkei als äußersten Randstaat der EU vorstellen. Also sagen wir Teil des Binnenmarktes, Freizügigkeit für Bürger und Kapital, Einfluss auf EU Entscheidungen über Parlament und Rat. Ich würde die Türkei aber sowohl aus Schengen- und Eurozone raus halten.

    In der Vergangenheit hat sich aber gezeigt, dass es nicht klug ist die Union zu erweitern, bevor sie vertieft wurde. Die Erweiterungen von 2004 und 2007 haben meiner Meinung einen großen Schaden angerichtet und die Akzeptanz der Union durch die Bürger schwinden lassen. Gleichzeitig ist es natürlich schwieriger sich mit 28 Staaten auf eine Vertiefung zu einigen, als mit 15 einen gemeinsamen Konsens zu finden. Deshalb bräuchten wir ein neues Kerneuropa, ein wenig historisch angelehnt an das Fränkische Reich, oder die 6 Gründerstaaten der EG: BeNeLux, Deutschland, Frankreich und Italien, vielleicht noch mit Österreich und anderen freiwilligen Euroländern. Erst wenn man es schafft ein Kerneuropa, mit demokratisch legitimierter gemeinsamer Fiskal-, Schulden-, Banken- und Sozialunion (mit gemeinsamem Finanzminister und Einlagensicherungsfonds und Eurobonds) und gemeinsamer Außenpolitik zu erschaffen, dann kann man wieder über einer Erweiterung der äußeren Union nachdenken. Bis das nicht geschafft ist sollte kein neues Land Mitglied in der Europäischen Union werden. Egal welches. Das ist vielleicht eine unrealistische Forderung, aber so müsste es geschehen.

  • Griechenland-Wahl: Die Ergebnisse

    12. Oktober 2015  09:25, von  duodecim stellae

    Echt guter Artikel. Vor allem weil man so ein ausführliches Ergebnis von nationalen Wahlen in einem Euroland selten in den Mainstreammedien präsentiert bekommt. Sowas müsst ihr auch für die Spanienwahl und rückwirkend Portugal bringen, vielleicht in einem Artikel wie: „Wahlergebnisse auf der iberischen Halbinsel“. Wenn man ausführliche Ergebnisse in den Mainstreammedien sucht, sucht man sich dumm und dappig. Das ist zumindest mein Eindruck. Treffpunkt könnte hier vielleicht eine Nische abdecken.

  • Der alte Mann und die Flüchtlinge

    11. Oktober 2015  13:34, von  mataruski

    Gratulation, der Artikel liest sich wirklich sehr neutral. Hier mal ein kleiner Denkanstoß; ständig heißt es das die Ursachen welche diese Flüchtlingskrise ausgelöst haben, beseitigt werden müssen und das man verpflichtet sei, sich den Flüchtlingen gegenüber solidarisch zu zeigen. Um etwas mehr Sachlichkeit und Ruhe in derartige Diskussionen zu bekommen, wäre es sicher sinnvoll die Sorgen und Ängste der eigenen Bevölkerung, viel ernster zu nehmen. Das wäre sicher eine bessere Möglichkeit die AfD und Pegida Abweichler, wieder auf den Pfad der „Tugend“ zu bringen. Stammtisch ist ein gutes Schlagwort, denn dort hören Sie Volkes Stimme. Definition Demokratie = Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. ( Findet sich Im Grundgesetz. ) Und das diverse Medien sich am Aufbau einer Willkommenskultur beteiligen, das birgt arge Risiken. Vor allem ist es riskant, wenn man es mit derart plumpen und offensichtlich manipulativen Artikeln probiert.

  • Ist ein EU-Beitritt der Türkei noch realistisch?

    11. Oktober 2015  12:58, von  mataruski

    Die Fragestellung ist doch falsch. Keiner hat geschrieben, das die Türkei nichts mit Europa zu tun hat. Geschrieben wurde, dass die Türkei in der EU nichts verloren hat. Die EU ist nicht Europa, die EU ist eine Wertegemeinschaft innerhalb Europas. Sowohl geographisch als auch kulturhistorisch ist die Türkei nicht europäisch, geschweige denn, dass dieses Land etwas innerhalb der EU Wertegemeinschaft zu suchen hätte. Und das die Osmanen als Besatzer vor den Toren Wiens standen, wird wohl hoffentlich nicht wirklich als Grund für einen EU Beitritt herangezogen. Die Mongolei wäre wohl auch ein Beitrittskandidat, schließlich sind die Hunnen ja auch über Europa hergefallen. Attilas Zentrum der Macht läge auf dem Gebiet des heutigen Ungarn.

  • Ist ein EU-Beitritt der Türkei noch realistisch?

    11. Oktober 2015  10:58, von  Guillaume LACASSIN

    Saying that today’s Turkey is exclusively an asiatic country because of the Ottoman empire’s legacy is an easy way to answer a very complex question. Today’s Turkey’s influences are much more numerous and deep than the Ottoman empire !

    And even, about the Ottoman empire, had this Empire that stopped his expension at the gates of Vienna, reigned over Poland, Bulgaria, and most the Balkans for centuries seriously nothing to do with Europe ?

  • Ist ein EU-Beitritt der Türkei noch realistisch?

    10. Oktober 2015  13:49, von  mataruski

    Danke Herr Erdogan. Persönlich halte ich die Türkei auch für ein asiatisches Land, welches als Erbe des osmanischen Reiches zu betrachten ist. Ergo, die Türkei hat in der EU nichts verloren.

  • Grenzkontrollen - ein Armutszeugnis für die europäische Asylpolitik

    5. Oktober 2015  22:39, von  Moreno Ferron

    Armutszeugnis für die Grenzkontrollen in Europa, da kann ich nur sagen nein. Das ist Richtig so!

    Was Europa jetzt braucht ist ein Grenzwall um Europa, so wie die USA an der Grenze zu Mexiko einen hat. Nur damit ist es möglich eine Kontrollierte Einwanderung in Europa zu gewährleisten und dem Flüchtlingsstrom in Europa unter Kontrolle zu bekommen.

    Jeden Tag kommen in Deutschland mehr als 10000 neue Flüchtlinge an. Deutschland kann mit der Registrierung der neu ankommenden Flüchtlingen nicht mehr mit halten, nur noch jeder 3 neue Flüchtling wir sofort Registriert, alle anderen kommen erst in ein Erstaufnahme Lager, wo sie Registriert und weiter verteilt werden auf überfüllte Gemeinden und Städten.

    Das ist eine Völkerwanderung die da auf Europa zu kommt!

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