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Letzter Kommentar

  • Ein europäischer Sozialstaat für die EU-Bürger

    6. Juni 2016  20:54, von  S. Cordes

    Soso, dann sollen meine Lohnnebenkosten also den Opfern von Misswirtschaft in anderen EU-Staaten zugute kommen, damit diese die EU dann wieder töfte finden - kein Vorschlag, den ich unterstützen würde. Wir sollten endlich aufhören zu überlegen, wie man noch mehr Geld transferieren kann, und anfangen, die Staaten dazu zu bringen, die vereinbarten Regeln einzuhalten.

  • Esperanto: Der Traum einer gemeinsamen Sprache

    2. Juni 2016 13:55, von  Stéphanie-Fabienne Lacombe

    Vielen Dank liebe Leser für diese interessanten Ergänzungen und Vorschläge! Tatsächlich ist Esperanto mit einem wachsenden Sprecherkreis ein etablierter Ausdruck von Kultur geworden, der über das Konzept einer rein künstlichen Sprache bereits hinausgeht. Dass das Erlernen einer gemeinsamen Sprache nicht das Vernachlässigen der Erstsprache bedeutet, muss wohl erst noch verstanden werden... p.s. der Rechenfehler ist nun auch korrigiert.

  • Esperanto: Der Traum einer gemeinsamen Sprache

    29. Mai 2016  12:20, von  Louis v. Wunsch-Rolshoven

    Da Ihr Junge Europäische Föderalisten seid: Bisher unterstützt die EU-Kommission Esperanto noch nicht so besonders... :-( Es ist sogar so, dass die Kommission in ihren Broschüren über die Sprachensituation in Europa nicht einmal erwähnt, dass es auch Menschen in Europa gibt, die Esperanto sprechen, und sogar manche, für die Esperanto Muttersprache ist. Das ist etwas verblüffend, weil in Ungarn Esperanto als lebende Fremdsprache anerkannt ist. Dort ist Esperanto auch an den Hochschulen als Fremdsprachen-Nachweis zugelassen. So haben in den letzten fünfzehn Jahren in Ungarn über 35.000 Personen eine staatlich anerkannte Esperanto-Prüfung bestanden; http://www.nyak.hu/doc/statisztika.asp?strId=_43_ zeigt die Prüfungen; Google Translate kann das übersetzen. Esperanto liegt mit dem Französischen auf Platz drei bis vier in der Beliebtheit der Sprachen :-D

    Es ist auch schade, dass die EU-Kommission über Esperanto leider Dinge erzählt, die wohl eher falsch sind. Jedenfalls gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür. In einer „Rahmenstrategie für Mehrsprachigkeit“ wurde 2005 erklärt: „Das Verstehen anderer Kulturen wurzelt im Erlernen der entsprechenden Sprachen, die Ausdruck dieser Kulturen sind. Daher fördert die Kommission die Verwendung künstlicher Sprachen nicht, die per definitionem keine kulturellen Bezüge haben.“ http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:52005DC0596&from=DE Dass Esperanto „keine kulturellen Bezüge“ habe, hat offensichtlich keinen Bezug zur Wirklichkeit... :)

    Der neueste Schlager der EU-Kommission in Sachen Esperanto sind Sätze wie „Hin und wieder werden Latein oder Esperanto als einzige, europaweite Sprache für die EU vorgeschlagen.“ http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-825_de.htm Wer soll das vorgeschlagen haben??? Esperanto soll nicht etwa „einzige“ Sprache sein, sondern die anderen Sprachen ergänzen. Außer der EU-Kommission glaubt auch wohl kaum einer Sätze wie: „Die Lehrerausbildung und der Sprachunterricht für fast 500 Millionen Europäerinnen und Europäer würden außerdem sehr viel Zeit und Geld kosten.“ Jeder weiß doch, dass Esperanto sehr viel schneller, also mit viel weniger Aufwand zu erlernen ist als andere Sprachen. Und die Sache käme auch ohne staatlichen Aufwand in Schwung, wenn man es nur unterstützen würde. Ungarn zahlt natürlich praktisch nichts für Esperanto-Unterricht - das lernen die Schüler selbständig oder in privaten Kursen. Der Abschluss lautet: „Mit ihrem Bekenntnis zur Mehrsprachigkeit macht sich die Europäische Kommission daher für Vielfalt statt für Einförmigkeit stark.“ Bekenntnis ja, Praxis eher nein. Wenn man weiß, wie viele EU-Dokumente zunächst und teilweise auf Dauer nur auf Englisch und Französisch vorliegen, wirkt dieser Satz nicht überzeugend.

    Könntet Ihr der EU-Kommission nicht mal nahebringen, dass eine solche Kommunikation langfristig die Glaubwürdigkeit der Kommission nicht wirklich verbessern wird?

  • Esperanto: Der Traum einer gemeinsamen Sprache

    29. Mai 2016  12:17, von  Louis v. Wunsch-Rolshoven

    Ein schöner Brief - danke sehr!

    Vielleicht noch ein paar Ergänzungen zum breiten Spektrum der Esperanto-Anwendung und der Lern-Angebote heute:
    - Bei Duolingo haben in den letzten 12 Monaten über 400.000 Lerner mit dem Esperanto-Kurs begonnen; mehr als tausend am Tag. https://www.duolingo.com/course/eo/en/Learn-Esperanto-Online
    - So ziemlich jede kostenlose Sprachlernseite mit zumindest 25 Sprachen hat heute auch Esperanto im Angebot; bei youtube gibt es Lernvideos. Spezialisiert auf Esperanto ist lernu.net.
    - Die Zeitschrift „Le Monde Diplomatique“ kommt seit 2002 auch in Esperanto heraus, http://eo.mondediplo.com/
    - Die chinesische Regierung veröffentlicht praktisch täglich Nachrichten in Esperanto, seit 2001, http://esperanto.china.org.cn/
    - Die katholische Kirche hat Esperanto 1990 als liturgische Sprache anerkannt.
    - Das Esperanto-PEN-Zentrum ist bei PEN International, seit zwei Jahrzehnten. Insgesamt sind bisher etwa 10.000 Esperanto-Bücher erschienen, jährlich nimmt z. B. der Buchversand des Esperanto-Weltbundes etwa 120 weitere ins Angebot auf.
    - Es gibt ein Esperanto-Radio „Muzaiko“, http://muzaiko.info/ , und ein Esperanto-Fernsehen (abrufbare Sendungen), https://esperanto-tv.com/
    - Mal als Beispiel zwei Playlists von Esperanto-Musik bei youtube, https://www.youtube.com/watch?v=Nw6V49hlx98&list=PLr4aASl-hp9Jxrczx0eTATw0U2gJ9XMJX und https://www.youtube.com/watch?v=4nH-j_ZEVGg&list=PL747931DF726CCBC7
    - Und natürlich gibt es Esperanto auch bei Facebook (etwa 250.000 Nutzer geben Esperanto an), bei Google Translate, als Sprache für Mozilla Firefox, für Linux und viele andere Programme.

  • Esperanto: Der Traum einer gemeinsamen Sprache

    29. Mai 2016  11:27, von  Ulrich Matthias

    Danke, Frau Lacombe, für diesen schönen, treffenden Artikel. Lediglich ein winziges Detail ist nicht ganz korrekt: Seit 1887 sind nicht „rund 140 Jahre“, sondern nur knapp 130 Jahre vergangen.

  • Esperanto: Der Traum einer gemeinsamen Sprache

    29. Mai 2016  08:25, von  Helmut

    Ich selber bin auch einer der erwähnten Esperanto-Muttersprachler. Ich bin von meinen Eltern ganz im Geiste der Vörlkerverständigung erzogen worden. Esperanto hat mir im Leben viel Nutzen durch zahelreiche Kontakte gebracht, auch wenn man das nicht in € quantifizieren kann.

  • Nein zum Burka-Verbot!

    25. Mai 2016  15:35, von  Weyerer

    Ich meine wir haben ein Vermummungsverbot. Nach all dem Terror sollte man das auch stärker überwachen. Falls sich Menschen unkenntlich machen möchten, gern. Mit Nylonstrumpf, runtergezogener Mütze oder Burka. Gern aber bitte nur in den eigenen vier Wänden. In Deutschland und anderen nichtislamischen Ländern ist es einfach unpassend. Man kann ja auch nicht Alles mit der Religionfreiheit erklären. Sonst müssen wir wohl Möglich auch noch einen heiligen Krieg hin nehmen. Also ganz klar. Wer meint in der Öffentlichkeit seine Vollverschleierung ausleben zu müssen, sollte es in dem Land machen wo das „Normal“ ist.

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