1 2 3 4 5 6 7 8 9 > ...

Nachrichten

1 2 3 4 5 6 7 >

Letzter Kommentar

  • TTIP-Handelsgerichtshof: Licht am Ende des Tunnels

    Gestern  21:53, von  Wolfgang Kubale

    Sehr geehrte Frau Bockelt, bei TTIP wie bei TiSA geht es ja um weit mehr, als die Schiedsgerichte (Ratched, Arbeitnehmerrechte, Standards etc.). Wobei Standards in den einzelnen US-Staaten separat verhandelt werden müssen. Wie soll das gehen. Aber gerade das ISDS kann doch einfach ausgehebelt werden. Das ausverhandelte CETA Abkommen kann als Hintetür von beliebig vielen US-Konzernen genutzt werden. In CETA ist das ISDS festgeschrieben, von Nachverhandlungen ist eigentlich nicht die Rede, und 80% der US-Konzerne haben Dependancen in Kanada. Viele Grüße Wolfgang Kubale

  • Europa in Gefahr

    Gestern 12:53, von  Marcel Wollscheid

    A. Käthner, guter Tipp!

  • Europa in Gefahr

    Gestern  10:59, von  A. Käthner

    Als Nachtrag zu unserer Diskussion, hier eine Leseempfehlung für die Befürworter (und Gegner) eines starken Europa:

    „Weltordnung: Welt, Macht, Europa – Die EU muss sich endlich als Weltmacht begreifen – und auch so handeln, fordert der Philosoph und Historiker Luuk van Middelaar. Warum wir wieder lernen müssen, wie man über Krieg, Frieden, Interessen und Grenzen spricht.“ - morgen in DIE ZEIT

    Da bin ich mal gespannt, ob mich die Argumente des Historikers eher überzeugen. :)

  • Tag der Befreiung - Europa ist unsere Pflicht

    13. Mai 2015  00:09, von  duodecim stellae

    Ich finde es sehr wichtig, dass derartige Artikel geschrieben werden und dass an die Gräuel der Vergangenheit erinnert wird. Auch finde ich es gut wie der Artikel betont wie die Geschichte und Politik das Leben der Menschen beeinflusst und prägt.

    Die Leute werden mit der Zeit Geschichts-vergessen und reagieren reflexartig mit mit Attitüden à la: „Irgendwann muß doch mal gut sein“, oder „da war ich noch gar nicht geboren“. Dabei wird nur übersehen, dass es nicht darum geht sich einmal im Jahr kollektiv schuldig zu fühlen oder irgendsowas. Es geht darum die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und den zivilisatorischen Fortschritt nicht zu einem Rückschritt werden zu lassen. Und man muss ein offenes Gespür bewahren für neue Fehler, die sich gar nicht so sehr von den alten unterscheiden. Zum Beispiel haben heutzutage manche die Attitüde man dürfe islamfeindlich sein, weil manche Moslems judenfeindlich sind und Antisemitismus ist ja schlimmer als Islamophobie. So kocht man sich ein Mischmasch aus bösen und guten Vorurteilen und ehe man sich versieht wandert man auf Pfaden, die dem „aufgeklärten“ Antisemitismus im neunzehnten Jahrhundert gar nicht so unähnlich sind, selbst wenn es diesmal nicht gegen Juden sondern Moslems geht.

    Ein anderes Beispiel ist ein Phänomen, dass ich nur als neuen innereuropäischen Rassismus seit Ausbruch der Eurokrise bezeichnen kann. Wenn ich lese wie manche Zeitungen Wörter wie „Pleitegriechen“ in Schlagzeilen verwenden. Wenn z.B. Israel im Euroraum wäre und ähnliche Probleme hätte, würde man dann auch „Pleitejuden“ übertiteln? Das ist doch schon eine Art nationalistischer Chauvinismus, wie ich ihn mir vor 5 Jahren in Deutschland nicht hätte vorstellen können. Und es ist Ausdruck von einer Art Überlegenheitsgefühl, das manche Leute gegenüber Menschen im Süden (auch Italien, Spanien, Portugal...) Europas zu empfinden scheinen. So nach dem Motto wir können denen nicht vertrauen, die sind faul und unzuverlässig, können nicht mit Geld umgehen. Umgekehrt heißt es dann immer Deutsche sind fleißig, pünktlich, ehrliche Steuerzahler... Die Frage mag zwar starker Tobak sein, aber: Ist so ein Weltbild wirklich so weit weg vom Ariergedanken?

  • Der Brexit: gefährlich für die EU, verheerend für Großbritannien

    12. Mai 2015  23:37, von  duodecim stellae

    Wenn Cameron die Hand an die Freizügigkeit und andere grundlegende Europäische Bürgerrechte legen will (wie er letztes Jahr noch posaunt hat), kann und darf man ihm nicht entgegenkommen! Da darf es keine Kompromisse geben! Dann lieber bye, bye UK...

  • Die europäische Perspektive - Stimmen zur Wahl in Großbritannien

    12. Mai 2015  23:31, von  duodecim stellae

    Ich finde es schön, dass Hervé Moritz die Schotten auf dem Schirm hat und Christopher Powers das Mehrheitswahlrecht anspricht. Schade, dass es keinen Beitrag von der Redaktion von eurobull.it gibt...

  • Marktmonopole: Google und Gazprom im Visier der Kommission

    12. Mai 2015  23:16, von  duodecim stellae

    Was Margrethe Verstager hier macht gehört eigentlich zum Einmal-Eins in einer Sozialen Marktwirtschaft und ich hoffe, dass ihr Chef, Jean-Claude Juncker ihr 100% Rückendeckung dafür gibt. Es ist zwar blöd immer so auf die Nationalität zu achten, aber ich könnte mir nicht vorstellen, dass eine englische, von Cameron ernannte Kommissarin so was angepeilt hätte (höchstens die Gazprom-Sache, keine Ahnung wie ernst man da die eigene Liberalismus-Ideologie nimmt). Vielleicht ist ein Brexit langfristig gar nicht so schlecht für Kontinentaleuropa...

  • Eine Revolution auf Island?

    12. Mai 2015  23:04, von  duodecim stellae

    Island hat so viele Einwohner wie Karlsruhe. Es ist leicht in einem derartig kleinen Land Experimente zu machen, ob diese aber als Vorlage für einen Subkontinent taugen steht auf einem anderen Blatt... Außerdem will ich gar nicht wissen was manche Leute dazu sagen würden die die EZB schon heute für viel zu mächtig halten, nicht dass ich dazu gehören würde. Wenn wir irgendwann mal die totale Finanz-, Wirtschafts-, System- und Sinnkrise bekommen, dann hätte sowas vielleicht eine Chance, aber ich befürchte das der Europäische Gedanke eine solche Krise nicht überstehen wird, weil er nationalen Eliten zu gut als Sündenbock taugt. Sorry, ich philosophiere wieder...

  • Europa in Gefahr

    12. Mai 2015  22:35, von  Michael Vogtmann

    Danke allerseits für die rege Diskussion!

    Alexander: Der Idee einer Europäischen Union ohne Engländer könnte ich ja noch ein wenig Charme abgewinnen, aber nicht ohne Schottland! Ich bin gespannt ob die SNP Cameron einfach so machen lässt mit seinem Referendum ohne ein weiteres Schottland-Referendum zu fordern, denn viele Schotten sind pro-EU aber eben nur eine Minderheit im UK. Dazu sag ich nur: Alba gu bràth!

    Ein Grexit wäre saugefährlich, weil man nicht weiß was danach kommt. Wir haben keine Eurobonds und einzelne Länder sind über ihre Anleihen am Kapitalmarkt angreifbar. Und ich bin mir 100% sicher, dass Portugal vollkommen unverschuldet schwer unter einem Grexit leiden würde, auch Italien. Deutschland würde dann in dem Fall mal wieder als „sicherer Hafen“ durch niedrigere Zinsen vom Leid der anderen profitieren, bevor der Euro komplett zerbricht und die Neue Deutsche Mark so aufwertet, dass wir hier Massenarbeitslosigkeit haben werden und die AfD bei 30%. Also so lange es keine Eurobonds gibt, spielt man mit dem Feuer, wenn man Staaten aus dem Euro entlässt, schmeißt, was auch immer.

    A. Käthner: Ich träume nicht von europäischer Weltdominanz, aber ein wenig europäische Europadominanz wäre doch eine schöne Abwechslung. Zum Beispiel könnte man mal unseren NATO-„Partner“ im Westen darauf hinweisen, dass es ganz nett wäre seine völkerrechtswidrigen Kriege und globalen Drohnen-Exekutionsmissionen nicht von Rammstein aus dem beschaulichen Rheinland-Pfalz aus zu organisieren. Aus der Pfalz soll guter Wein und Saumagen kommen, aber doch bitte nicht der fliegende Tod. Russland könnte man auch mal mitteilen, dass es aufhören sollte die Gaspreise zu erhöhen oder zu senken, je nachdem wie man zu Vladimir Putins Sixpack steht.

    Und auf die Frage mit dem Föderalismus hätte ich noch eine Gegenfrage: Würden sie sagen, dass es um den Föderalismus in der Bundesrepublik Deutschland schlecht bestellt ist, weil es eine zentrale Bundesregierung gibt und Baden-Württemberg weder über einen eigenen Außenminister noch über ein eigenes Militär verfügt?

  • Europa in Gefahr

    12. Mai 2015  19:21, von  A. Käthner

    Side Note @ Michael Vogtmann: Debattenkultur

    „Der springende Punkt ist einfach, das das Recht auf freie Meinungsäußerung auch für mich gilt, genauso wie für Herrn Grillo und Lucke, ja sogar für Frau Le Pen.“

    Dieser immer wieder angeführte Verweis ‚Das-wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen‘ à la Sarrazin erschließt sich mir bis heute nicht.

    Freie Meinungsäußerung gilt für alle und bedeutet, es steht jedem frei zu argumentieren und zu kritisieren. Jemanden zu kritisieren bedeutet jedoch nicht, dass man dem Kritisierten das Recht auf freie Meinungsäußerung abspricht – sondern lediglich das Recht auf Rechthaben.

    Das ist auch genau das Problem mit Le Pen und Co.: Ja, darf alles gesagt werden, ist aber trotzdem falsch – und zwingt zum Widerspruch!

  • Europa in Gefahr

    12. Mai 2015  19:19, von  A. Käthner

    Antwort auf Michael Vogtmann, Alexander Peters:

    Mein Hauptargument gegen den Artikel ist schlichtweg: Es gibt viele Gründe für eine Einigung Europas einzutreten. Ein wichtiger (wenn nicht der Wichtigste) ist das friedliche Miteinander zu sichern. Das Argument, eine Einigung sei unumgänglich, um uns in der Welt zu behaupten und besser gegen andere vorgehen zu können, konterkariert diese noble Intention vollständig!

    Alexander Peters schreibt die Vorstellung der ‚Erde als Haifischbecken‘ sein kein bedenkliches Weltbild, sondern traurige Realität und fügt hinzu: „Europa ist von aggressiven Großmächten umgeben und muß sich hierauf einrichten.“ Ich bitte einmal zu überdenken, wohin eine solche Logik führt. Von aggressiven Großmächten umgeben – wann haben wir dieses Narrativ zum letzten Mal gehört? Kann mich kaum noch erinnern, muss also mindestens 100 Jahre her sein. Aber richtig, darauf muss man sich „einrichten“, einstellen, aufstellen, aufrüsten, … und am besten präventiv …

    Natürlich wirkt die Militärparade in Moskau nicht nur aus der Zeit gefallen, sondern schürt auch (berechtigte) Ängste. Diese zu verstärken darf jedoch nicht Ziel des Ganzen sein. Wir sind von „aggressiven Großmächten umgeben“? Tatsächlich? Also neben unserer gefährdeten ‚Ostflanke‘ ist da noch unser aggressiver NATO-Partner USA im Westen, die aggressive Afrikanische Union im Süden und im Norden … tut mir leid, da fällt mir beim besten Willen nichts ein.

    — -

    Natürlich sieht sich die Europäische Union mit vielen Problemen konfrontiert, die es ernst zu nehmen gilt. „Kapitalmärkte bändigen, Lobbies und Großkonzernen entgegentreten, durch Besteuerung soziale Ungleichheit mindern“ – wunderbar, einverstanden, können wir gerne so machen. Benötigt aber wohl noch etwas Zeit, Geduld und viel Arbeit. Ob dies durch eine „starke europäische Zentralgewalt“ zu bewältigen ist, den „soziale[n] Frieden nach europäischen Vorstellungen“ herzustellen in der Lage ist, bleibt zu bezweifeln. Für mich klingt es doch etwas bedrohlich. Wie steht es denn bei dieser Vision mit dem Föderalismus?

  • Europa in Gefahr

    11. Mai 2015  21:23, von  Alexander Peters

    Sehr gehrte(r) A. Käthner,

    ich finde nicht, daß Michael Vogtmanns Artikel „grotesk“ ist. Eurokrise, Ukrainekrieg, arabisch-afrikanische „boat people“: Europa gerät immer tiefer in eine existenzbedrohende Krise, die dieser Artikel so klar beschreibt, wie hier zuvor kaum einer. „Grotesk“ fand ich in der Vergangenheit eher die Fähigkeit mancher Autoren sich in diesen Zeiten hingebungsvoll solchen Fragen zu widmen, wie etwa der, warum Esperanto die Amtssprache der EU werden muß.

    Die „Erde als Haifischbecken“: Das ist kein „bedenkliches Weltbild“, sondern traurige Realität - das könnte einem schon das schwerde russische Militärgerät zeigen, das Putin über den Roten Platz - oder auch durch das Donbass - rollen läßt. Europa ist von aggressiven Großmächten umgeben und muß sich hierauf einrichten.

    Vogtmann hat auch völlig recht damit, daß mit der jetzigen EU die gern beschworenen „europäischen Werte“ und das „europäische Sozialmodell“ sich nicht werden erhalten lassen - wenn sie nicht sowieso schon Geschichte sind. Früher schüttelten Europäer gerne den Kopf über „amerikanische Verhältnisse“ - also zum Beispiel über 48 Mio. Amerikaner ohne Krankenversicherung. Mittlerweile hat sich die Versicherungslücke in den USA geschlossen - Obamacare - und öffnet sich dafür in den Euro-Krisenstaaten Südeuropas. Früher empörte man sich über das unmenschliche US-Grenzregime - mittlerweile läßt Europa manchmal an einem Tag mehr Menschen im Mittelmeer ertrinken, als in einem ganzen Jahr im mexikanischen Grenzgebiet umkommen.

    Wenn es bei der jetzigen EU bleibt, dann wird Europas Sozialmodell vollständig in einem Wettbewerb um das mieseste Steuer- und Sozialsystem zerrieben werden, den sich seine Kleinstaaten um die Gunst internationaler Investoren liefern. Europa wird dann „amerikanischer“ werden, als Amerika je war. Kapitalmärkte bändigen, Lobbies und Großkonzernen entgegentreten, durch Besteuerung soziale Ungleichheit mindern, das kann nur eine starke europäische Zentralgewalt - und zwar eine - ich weiß, dieser Gedanke ist unpopulär - die sogar STÄRKER und nicht etwa weniger stark als ihr Washingtoner Gegenstück sein müßte. Denn, daß sich mit einem politischen System wie dem der USA kein sozialer Frieden nach europäischen Vorstellungen herstellen läßt, ist ja schließlich offensichtlich.

  • Europa in Gefahr

    8. Mai 2015  21:04, von  Alexander Peters

    Es sind vielleicht nicht alle vom Artikel benannten Entwicklungen gleich bedrohlich.

    „Brexit“ und „Grexit“ könnten auch Chancen sein, der EU/ der Eurozone Handlungsfähigkeit und damit Akzeptanz bei der großen Masse ihrer Bürger zurückzugewinnen. Für Europa kommt es darauf an, daß ein politisches Gebilde jenseits seiner machtlosen - weil zu kleinen - Nationalstaaten entsteht, das etwas vom europäischen Sozialstaat zu bewahren vermag und auf Weltebene europäischer Umwelt-, Friedens- und Rechtspolitik eine Stimme verleiht. Es ist letztlich nicht wichtig, ob ein solches Gebilde 500 oder doch nur 400 Millionen Einwohner hat. Wenn ein Brexit dazu führt, daß die EU aus der Selbstblockade in der Außen-, Wirtschafts- und Sozialpolitik herauskommt, daß in Europa parlamentarische Demokratie, Bekämpfung des Steuerwettbewerbs oder wirksame Finanzmarktregulierung möglich werden, dann wäre er vielleicht nicht das Schlechteste - und jedenfalls besser als die neoliberale EFTA-EU, von der Cameron träumt.

    Ebensowenig ist die Beteiligung/ Nichtbeteiligung der 8 Millionen Griechen für den Erfolg der europäischen Währung entscheidend. Entscheidend ist, daß die Bürger Vertrauen zu dieser Währung als einem wertbeständigen, verläßlichen Zahlungsmittel haben, und hier fügt die endlose Rettungsoperette der europäischen Sache mittlerweile ungeheuren Schaden zu. Wenn der Grexit dem Euro dazu verhilft, die Jahre der Dauerkrise, der Spekulation über seinen Fortbestand und der Bürgerverunsicherung endlich hinter sich zu lassen, und den „Euro-Kritikern“, etwa der AfD, den Wind aus den Segeln zu nehmen - warum nicht?

    Wirklich bedrohlich für die EU ist nicht dieses mögliche Abbröckeln von Randgebieten, sondern sind die selbstzerstörerischen Tendenzen in Kern- und Gründungsstaaten wie Deutschland, Frankreich und Italien, welche bisher die Fortentwicklung Europas vorangetrieben haben. Eine Präsidentin le Pen oder ein Bundesfinanzminister Lucke - davor muß man sich als Europäer wirklich fürchten.

  • Krise in Griechenland: warum Deutschland sofort zur Kasse muss

    7. Mai 2015  07:30, von  Susan Jimmy

    Lass finanziell mit unseren Förderprogramm erlöst, ist es mit großer und werdende Freude, dass ich an die Haustür Schritte bringen diese sehr wichtige Ankündigung. Ein Finanz Körper ist hier und Wir geben Kredite an Arbeitsuch unsere Finanzservice. Wir bieten sowohl Kredite und Projektfinanzierung zu einem sehr geringen Zinssatz von 3%. Wir sind bereit und freuen uns, mit Ihnen Geschäfte machen, so wenden Sie sich bitte an den Loan Officer des Unternehmens per E-Mail zu sein; Fenandezsmith@hotmail.com.  Und wenn Sie bereit sind, das Darlehen ohne Verzögerung und zu bekommen sind, bitte füllen Sie das folgende Formular.

    Vollständiger Name: ..... Land: ..... Staat / Provinz: ..... Beruf: ..... Darlehensbetrag benötigt: ..... Dauer der Ausleihe: ..... Alter / Geschlecht: ..... Monatliches Einkommen: ..... Zweck der Anleihe: ..... Familienstand: ..... Haus / Büro-Adresse: ..... Telefonnummer: .....

    Erbrachten Leistungen umfassen:

    * Home Improvement * Inventor Loans * Auto-Darlehen * Schuldenkonsolidierung Darlehen * Line of Credit * Second Loan * Business-Darlehen * Persönliche Darlehen * Internationale Darlehen.

    Füllen Sie das Formular korrekt und alle Antwort muss Fenandezsmith@hotmail.com weitergeleitet werden, für die schnelle Verarbeitung.

    Danke.

  • Europa in Gefahr

    6. Mai 2015  15:30, von  Michael Vogtmann

    Danke A. Käthner, für ihren kritischen Kommentar. Ich habe nie gesagt, dass ich in Europa keinen Platz für abweichende Meinungen lassen will. Ich sehe mich selbst auch als jemanden der eine abweichende Meinung vertritt und der verbal gegen eine „herrschende Ordnung im politischen Raum“ ankämpft, da ich die Herrschaft der Nationalstaaten über Europa kritisiere und mein Bekenntnis in Richtung Europa sicherlich radikaler und kompromissloser ist, als das es mehrheitsfähig sein könnte. Der springende Punkt ist einfach, das das Recht auf freie Meinungsäußerung auch für mich gilt, genauso wie für Herrn Grillo und Lucke, ja sogar für Frau Le Pen.

    Die Sache mit dem Freihandel ist folgende: Natürlich kann der Freihandel auch gewisse Vorteile und Verbesserungen bringen, aber ich denke das die Tendenz heutzutage allgemein dahin geht die Risiken und auch die Probleme die durch ihn entstehen auszublenden. Ich denke nicht, dass die Standards in den USA und in Kontinentaleuropa gleich sind und ich denke auch nicht, dass die USA und wir in Wirtschaftsfragen die gleichen Ziele haben. Viele Aspekte der Sozialen Marktwirtschaft werden in angelsächsischen Wirtschaftskreisen schlicht als sozialistischer Schnickschnack empfunden der weg muss. Aber das ist ein Thema für sich.

    Ich denke einfach nur, dass wir uns hier eine Asymmetrie aufbauen und die global agierende Wirtschaft in Zukunft immer mächtiger gegenüber der lokal beschränkten Politik werden wird. Das wird langfristig zwei Effekte haben: Die Demokratie wird langsam aber sicher beschädigt, weil die wahre Macht immer mehr von nicht gewählten Konzernen, statt von gewählten Bürgervertretern ausgeht. Man könnte sagen, wir bekommen Oligarchie-artige Verhältnisse. Außerdem wird die Soziale Marktwirtschaft demontiert, weil, viele mögen es heutzutage vergessen haben, aber der Kampf gegen Kartelle und Monopole ist eine wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Ordnung in der Sozialen Marktwirtschaft und dieser wird für nationale Behörden immer schwieriger gegenüber globalen Konzernen.

  • Europa in Gefahr

    6. Mai 2015  10:37, von  Ludger Wortmann

    A. hat Recht, wenn er/sie sagt, dass im Text Konkurrenz zwischen Nationalstaaten auf Konkurrenz zwischen Regionen verlagert wird, aber das muss ja nicht falsch sein. Auch das Bild des Haifischbeckens (wobei auch ein Hecht und ein Wal dabei sind) ist leider oft zutreffend. Viele Staaten der Welt, vielleicht sogar die meisten, verhalten sich nicht wie Haie, manche aber schon, wenn auch nur in einigen Bereichen. Wir kooperieren viel mit den USA, aber sie spionieren uns aus oder entführen Menschen, um sie in Guantánamo einzulagern. Das sollten wir verhindern. Die europäischen Staaten kooperieren noch viel mehr, aber spionieren einander (meist zugunsten der USA) aus. AUch das gehört unterbunden. Die USA fallen auch nicht durch besondere militärische Zurückhaltung auf. Wären mir nicht mehr militärisch und auch geheimdienstlich auf die USA angewiesen, könnten wir gegen die Spionage angehen und müssten nicht mehr aus Solidarität irgendwelchen militärischen Blödsinn mitmachen, während wir ansonsten weiterhin kooperieren. Russland meint, es könne Ländern vorschreiben, zu welchem Bündnis sie gehören - auch das sollte man verhindern, während man ansonsten weiterhin eine Partnerschaft mit Russland behält. China streitet sich mit Japan um Inseln und mit Indien um Provinzen - worum in Zukunft noch? Sollte man sich nicht wehren können, wenn China auf uns Druck aufbauen sollte?

    Geopolitische Interessen gibt es also durchaus, was unter Anderem daran liegt, dass nicht alle Staaten die gleichen freundlichen Werte haben und sich oft von Menschenrechten ausgenommen sehen. Solange das so ist, wird es auch schwierig, etwa Weltföderalismus zu etablieren.

    Natürlich haben alle Menschen das Recht, gegen die EU zu sein, wer wollte ihnen das absprechen? Das heißt aber nicht, dass man das nicht schlecht finden kann.

    Viele Grüße Ludger

  • Europa in Gefahr

    6. Mai 2015  10:35, von  Ludger Wortmann

    Liebe Leute,

    ich stimme Michael vollkommen zu, wenn er sagt, dass die gemeinsame europäische Politik nur funktionieren kann, wenn man den Intergouvernementalismus durch Föderalismus ersetzt, weil sonst die Regierungen alles blockieren. Ich glaube zwar nicht, dass es ein „wahres Gemeinwohl“, egal ob für Europa oder einen Mitgliedsstaat gibt, sondern dass das Gemeinwohl Ergebnis des politischen Prozesses ist, aber dafür muss es auf europäischer Ebene einen politischen Prozess geben, wie man ihn aus föderalen Staaten kennt. Dann kann auch ein demokratisch legitimierter politischer Wille entstehen und danach gehandelt werden, während die Konzentration auf Regierungen zu einem ständigen Hickhack und keinen Mehrheiten führt.

    Inwiefern Freihandel der sozialen Marktwirtschaft widerspricht, leuchtet mir jetzt nicht ein. Freihandel macht die Wirtschaft fairer, indem er die Diskriminierung inländischer Konsumenten und ausländischer Produzenten zugunsten inländischer Produzenten aufhebt. Er ermöglicht außerdem mehr Wohlstand, weil mehr Waren profitabel angeboten werden können. Des weiteren führt Freihandel zu Interdependenz und macht es dadurch Staaten schwerer, gegeneinander zu kämpfen. Ohne Freihandel gäbe es die EU nicht, und wir haben dutzende Freihandelsabkommen weltweit, ohne das unsere Demokratie zerstört worden wäre oder unsere Produktstandards. Man muss nur aufpassen, dass man keine unfairen oder dummen Abkommen eingeht, insbesondere sollte man nicht Dinge wie die öffentliche Daseinsvorsorge, Gesundheit oder Kultur mit aufnehmen. Solange man den Vertrag richtig abschließt, können die EU und die USA zusammen mit ihren hohen Standards diese auf der Welt verbreiten und - wenn weitere Staaten beitreten wollen - ein Race to the Top statt des vielbeschworenen Race to the Botton auslösen, so wie es ja auch innerhalb Europas geschehen ist.

  • Der unperfekte Kontinent

    5. Mai 2015 19:30, von  Marcel Wollscheid

    Lieber Ludger Wortmann, ich möchte Ihnen zustimmen. Es gibt zwar besorgniserregende Entwicklungen, aber Grund für Untergangsstimmung ist nicht gegeben. Wenn ich mich in der Welt umsehe ist Europa immer noch ein Hort von Stabilität, Wohlstand, Freiheit und Demokratie. Auch ein unperfektes Gebilde sollte man nicht sofort abreißen, sondern pflegen, erneuern und sanieren.

  • Europa in Gefahr

    5. Mai 2015  19:22, von  A. Käthner

    Entscheidender jedoch, der Autor spricht sich gegen eine Rückkehr in vergangene Zeiten aus, scheint aber selbst in alten Weltbildern von „Super“- beziehungsweise „Weltmächten“, „geopolitischen Interessen“ und Bevölkerungszahlen als Ausdruck von Stärke (!!!) gefangen zu sein. Zudem entsteht der Eindruck, diese Welt sei nicht lediglich von wirtschaftlicher Konkurrenz, sondern offener (geopolitischer) Gegnerschaft geprägt. Anstelle konkurrierender Nationalstaaten soll die Auseinandersetzung – der Autor bemängelt das Fehlen einer gemeinsamen europäischen Armee – lediglich auf eine nächst höhere Ebene der Regionen verlagert werden.

    Auch mangele es, so der Autor, an einer europäischen Identität, die eine stärkere Zusammenarbeit der europäischen Länder erschwert. Diese sei aber notwendig, um „ihre eigenen geopolitischen Interessen konsequenter und mit mehr Gemeinsinn zu verfolgen“. Was sind denn bitte diese geopolitischen Interessen? Sollten wir uns doch stärker in der Arktis um Rohstoffe streiten? Brauchen wir wieder einen ‚Platz an der Sonne‘? Oder möchten wir doch bloß Frieden und Demokratie zu den Völkern dieser Welt bringen […]?

    Im Mai 2010 sah Horst Köhler sich gezwungen vom Amt des Bundespräsidenten zurücktreten, weil er in einem Interview verlauten ließ, dass „im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren.“ Zu diesen Interessen zählten für ihn auch Ökonomische („freie Handelswege“). Für diese Aussage wurde der damalige Bundespräsident heftig kritisiert, sodass er schließlich sein Amt aufgab. Völlig zurecht! Ich halte es für überaus bedenklich zwar den Blick durch die „nationale Brille“ zu kritisieren, dabei aber gleichzeitig – als Argument und Anreiz für eine engere Zusammenarbeit – neue Schreckensszenarien und sogar Feindbilder zu kreieren: „Die Frage ist, werden wir in Zukunft von Brüssel, Washington, Moskau, oder Peking aus regiert?“ […]

  • Europa in Gefahr

    5. Mai 2015  19:21, von  A. Käthner

    Vermutlich war es auch intendiert, mit diesem Artikel ein paar Diskussionen anzustoßen (um nicht zu sagen, zu provozieren). Aber auf diese Art und Weise?

    Die merkwürdigen Schaubilder wären einfach nur grotesk, würden sie nicht auch des Autors bedenkliches Weltbild – die Erde als Haifischbecken – wiederspiegeln.

    Meiner Meinung nach ist dieser Artikel nicht lediglich ein ziemliches Potpourri aus Themenfeldern und Schreckbildern, sondern verbreitet auch eine gar nicht so harmlose Weltsicht.

    Zunächst, kann man wirklich all diese Phänomene (die Krise in Griechenland, die Diskussionen in Großbritannien, den Front National, Beppe Grillo etc.) in einen Topf werfen? Müssen alle ‚Europäer‘ ein positives Bild von der EU und ihren Institutionen haben? Kann man nicht vielmehr diese vielfältigen Gegenbewegungen und ihre Ablehnung der EU auch ganz anders betrachten – als Ausdruck dafür, dass es in Europa für abweichende Meinungen einen Raum gibt? Gleich ob man diese – zugegebener Weise sehr bedenklichen Strömungen – ablehnt, handelt es sich doch um politische Gegenbewegungen, dessen Angriffe gegen eine herrschende Ordnung im politischen Raum vorgetragen werden.

    Nicht ‚E pluribus unum‘ sondern ‚In Vielfalt geeint ‘ ist das Motto der Europäischen Union!

    [Fortsetzung unten]

1 2 3 4 >