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Sturm und Drang für Europa

, von  Rémi Lauwerier

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Sturm und Drang für Europa
12 Kapitel wird die Verfassung des Europäischen Jugendkonvents enthalten, die in Gruppen erarbeitet werden.

Tag drei des Europäischen Jugendkonvents in Straßburg: mehr als elf Stunden lang haben die 150 Teilnehmer am ersten Entwurf ihrer Verfassung für Europa gearbeitet.

In Schichtarbeit zur europäischen Verfassung

Die Schriftführer des Europäischen Jugendkonvents haben in einer Nachtschicht die Teilnehmervorschläge organisiert, ausformuliert und abschließend zusammengefasst. Im Morgengrauen nehmen die Teilnehmer Stockwerk drei und vier des Rates der Région Grand-Est in Beschlag, um ihre Gruppenarbeiten fortzusetzen. Zwischen diesen und Versammlungen mit allen wird über konkrete Vorschläge für die europäische Verfassung debattiert. Ein kleiner Einblick in die Themen der hitzigen Diskussionen: Kontinentalrepublik, Unionsuniversalismus, unoffensive Verteidigung.

Eine Verfassung für alle Europäer

Mit Hilfe der Syntegrations®-Methodik tanken die Teilnehmer Vertrauen und gleichen ihre Wissensstände an, um Kernthemen in Angriff zu nehmen. Anstrengungen, die sich lohnen: Die Diskussionen sind lebhafter, klarer strukturiert und zielen alle darauf ab, zu einer Verbesserung des Textes beizutragen.

Eine Arbeitsgruppe diskutiert beim Europäischen Jugendkonvent.

In der Mittagspause treffen alle im 5. Stock der Regionalverwaltung zusammen und tauschen sich über ihre Arbeitsgruppen aus. Martin berichtet: “Mit der guten Methodik gelang es uns, die großen Prinzipien einer Union zu definieren, von der wir alle profitieren würden.”

Wie für eine Verfassung üblich, sind die Vorschläge allgemein gehalten. In ihnen spiegeln sich die vielfältigen Erfahrungen der 150 Teilnehmer aus über 30 Ländern wieder: Soziales, Gleichheit und persönliche Verwirklichung sind besonders lebhaft diskutierte Themen.

Ein erster Einblick in die neue Verfassung

Trotz unterschiedlicher Ansätze nähern sich die Gruppen dem gemeinsamen Ziel. Während bei einigen Themen bereits Konsens gefunden wurde, erscheint eine Einigung bei anderen noch weit entfernt. Dennoch, abschließend drei Einblicke in den möglichen Schlusstext:

Es zeichnet sich bereits ab, dass der finale Text die Ausweitung des Erasmus-Programmes für alle Bildungswege fordern wird und damit weit über den gegenwärtigen universitären Rahmen hinausgeht. Darüber hinaus wird die Verfassung wahrscheinlich die europäischen Außenpolitik harmonisieren, sowie eine europäischen Armee einführen.

Das soziale Europa liegt den Teilnehmern am Herzen. Aber wie weit sollen die Sozialsysteme angeglichen oder vereinheitlicht werden? Ein europäischer Mindestlohn scheint das Minimum zu werden, doch benötigt ein solcher Vorschlag auch ein europaweites Rentensystem?

Auch eine drängende Frage wurde angegangen: Brauchen wir ein Europa der zwei Geschwindigkeiten, um voranzukommen? Auch wenn sie diese Angelegenheit noch nicht klären konnten, eines ist für die Teilnehmer gewiss: Gemeinsam werden sie eine Verfassung erarbeiten, die Europa vereint.

Was passiert gerade beim Europäischen Jugendkonvent?

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