Um ungefähr 17 Uhr deutscher Zeit erklärte Omar Suleiman, ägyptischer Vizepräsident, dass Husni Mubarak zurückgetreten ist. Nach 30 Jahren autokratischer Führung, könnte Ägypten eine Demokratie werden. Wenn die Menschen in Ägypten dies wollen, muss die Europäische Union ihnen helfen.

Die Zeit des Versteckens ist vorbei. In den vergangenen Wochen hatte sich die EU zurückgehalten und lediglich geäußert, die Menschen in Ägypten zu unterstützen. Nun ist es an der Zeit, dieses Versprechen einzulösen.

Man kann - und sollte - einen Staat nicht zwingen, demokratisch zu werden. Falls sich in den kommenden Tagen allerdings herausstellen sollte, dass die Ägypter eine Demokratie wollen, dann muss die EU helfen. Artikel 21 des EU-Vertrags sagt klar, dass das Handeln der EU auf internationaler Ebene von ihren eigenen Werten geleitet werden soll: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte.

Für die Übergangszeit wird das Militär die Regierungsgeschäfte leiten. Die EU sollte Alles dafür tun, dass sich keine Militärdiktatur entwickelt.

Es darf nicht wieder dazu kommen, dass eine Diktatur jahrzehntelang nicht nur toleriert, sondern auch akzeptiert wird.

Lady Ashton, übernehmen Sie – und zeigen Sie Profil!

Update: Stellungnahme Ashtons

Auf Al Jazeera sagte Ashton, die EU sei bereit den Ägyptern zu helfen. Sie machte auch klar, dass eine Demokratisierung von den Menschen selber kommen müsse und nicht von der EU aufgezwungen werde würde. „Die EU respektiert die Unabhängigkeit Ägyptens“.

Live-Stream von Al Jazeera English.

Siehe weiter

Suleiman kündigt Rücktritt Mubaraks an.

Reaktion der Masse auf dem Tahrir-Platz.