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“Treffpunkteuropa.de ist eine Visitenkarte der JEF”

, von  treffpunkteuropa.de

Julius Leichsenring ist Chefredakteur des JEF -Onlinemagazins treffpunkteuropa. de (tpo). Ende September wird er die Leitung an seine Stellvertreterin Franziska Pudelko übergeben. Im Interview sprechen beide über das bisher Erreichte, die Bedeutung des Onlinemagazins für die JEF und anstehende Aufgaben.

Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von Christian Weickhmann

Treffpunkt Europa: Lieber Julius, liebe Franziska, seit Anfang 2013 bildet ihr zusammen mit Federico Permutti und Eva Olschewski die Onlineredaktion von treffpunkteuropa.de. Welcher Artikel ist euch denn besonders in Erinnerung geblieben?

Franziska: Besonders gekitzelt hat es am Tag der Bundestagswahl. Wir wollten unbedingt am Abend noch einen guten Kommentar veröffentlichen und haben dafür drei Stunden daran gearbeitet. Manchmal haben wir gebrüllt vor Lachen, wenn ein Satz komisch klang. Hoch konzentriert im Team zu arbeiten hat wahnsinnig Spaß gemacht.

Julius: Bei mir war das eine ähnliche Geschichte, allerdings auf EU -Ebene. Zusammen mit den anderen drei Sprachversionen haben wir die Spitzenkandidaten- Runde auf Phoenix kommentiert. Diese sprachübergreifende Punktlandung war nicht einfach zu organisieren, aber das Ergebnis war super.

Franziska: Ja, genau. Die aufwändigen Geschichten bleiben hängen, so wie die Artikelserie “Wen bewegt Europa?”, für die unser Autor Christian Simon vier bekannte Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft interviewte. Äußerst lesenswert!

Als ihr das Onlinemagazin übernahmt, gab es nicht viel mehr als einen Pool von 30 Autoren. Wie steht es heute um den tpo?

Julius: Gut steht es, denn mittlerweile haben wir mehr als 115 Leute im Verteiler. So schaffen wir es fast immer vier Artikel pro Woche zu veröffentlichen.

Franziska: Das kriegen wir hin, weil wir uns auf unsere Autoren verlassen können. Die Facebook-Gruppe, der persönlicher Kontakt und der Email-Austausch haben Vertrauen geschaffen. Uns ist es wichtig, dass die Autoren merken, dass sie Teil des Onlinemagazins sind.

Julius: Natürlich gibt es aber auch noch einiges zu verbessern. So haben wir Anfang letzten Jahres eine Facebook-Seite aufgesetzt, die mittlerweile über 800 Fans hat. Das könnten gerne auch noch mehr sein. Gleiches gilt für die Reichweiteder Artikel allgemein. In Zukunft muss daran nochgearbeitet werden. Geld haben wir dafür nicht, weswegen wir auf kreative Einfälle setzen. Falls jemand noch eine Idee haben sollte – gerne bei uns melden. Oder einfach die Artikel fleißig teilen und kommentieren.

Ist es eigentlich kompliziert bei euch einen Artikel einzureichen?

Franziska: Nein, überhaupt nicht. Jeder Interessierte kann einfach mir oder Julius eine Email schreiben und wir nehmen die Person dann in unseren Verteiler auf. Alle sieben Tage verschicken wir die Wochenschau mit Artikelvorschlägen. Wer davon ein Thema übernehmen möchte, meldet sich einfach bei uns, schreibt den Artikel und wir schauen dann drüber, besprechen und veröffentlichen ihn.

Julius: Hilfreich ist auch der Button “Mitmachen beim Magazin” rechts oben auf unserer Startseite. Dort stehen alle Details.

Sagen wir, ich bin ein einfaches Mitglied aus der JEF Münster. Was könnte mich motivieren, bei euch mitzumachen?

Julius: Wir sind ein motiviertes Team, das versucht, gemeinsam mit den Autoren aus ihren Texten das Bestmögliche herauszuholen. Außerdem sind wir eines der wenigen deutschsprachigen Internet-Magazine, das sich ausschließlich mit der EU beschäftigt. Bei uns kann jeder mitmachen, der sich für die Staatengemeinschaft begeistert, aber gleichzeitig die Probleme und Herausforderungen nicht ausblendet.

Franziska: Wir freuen uns auch auf weniger erfahrene Schreiberlinge und nehmen diese gerne an die Hand. Also: traut euch!

Weg vom Praktischen hin zum Strategischen: Warum ist der tpo wichtig für die JEF?

Julius: Das Onlinemagazin ist ein dauerhaftes Großprojekt der JEF und eines der wenigen überregionalen. Es ist eine Plattform, die nach außen wirkt. Es erreicht Leute, die noch nichts mit der JEF anfangen können. Das ist gut für die Mitgliedergewinnung. Außerdem zeigt es den Anspruch der JEF, die Europapolitik kontinuierlich zu begleiten und mitzugestalten.

Franziska: Ich denke auch, dass der tpo eine Art Visitenkarte der JEF ist. Er hält fest, womit sich die JEF beschäftigt und zeigt die Motivation und Expertise der JEF -Mitglieder.

Aber ganz konfliktfrei ist die Arbeit auch nicht. Ich erinnere mich an eine Diskussion in der “JEF Deutschland (inoffiziell)”-Gruppe auf Facebook, bei der euch einige mangelnde Überparteilichkeit vorgeworfen haben.

Julius: Die Überparteilichkeit gilt natürlich auch für das Onlinemagazin. Bei der angesprochenen Diskussion waren wir uns nicht darüber bewusst, dass das Artikelbild jemanden sauer aufstoßen könnte. Wir haben es dann auch ausgetauscht. Grundsätzlich veröffentlichen wir jede Meinung, egal ob links oder konservativ. Die einzige Voraussetzung ist, dass der Artikel pro-europäisch ist. Grundsätzlich wollen wir unterschiedliche Perspektiven aufzeigen, um Diskussionen anzuregen. Auf unserer Seite und auf Facebook kann jeder die Artikel kommentieren und seine Meinung dazu kundtun.

Franziska: Kontroversen finden wir gut. Normalerweise kann es aber gar nicht passieren, dass wir ein Thema einseitig beleuchten – dafür ist unser Autorenteam zu bunt gemischt.

Julius, du hörst bald auf und bei dir, Franziska, zeichnet sich das Ende mittelfristig ebenfalls ab. Welche Projekte habt ihr als Nächstes vor?

Julius: Ich werde ab Oktober meine Masterarbeit in Politikwissenschaften anfangen. Danach würde ich gerne ein Volontariat beginnen. Gerade der Posten als Chefredakteur beim tpo hat mir gezeigt, dass Journalismus mein Ding ist. Zum einen macht er mir großen Spaß, zum anderen ist er auch wichtig für die Gesellschaft. Ohne guten Journalismus kann keine Demokratie funktionieren. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen.

Franziska: Ich beginne in Kürze meinen Master an der KU Leuven in European Studies/Transnational and Global Perspectives. Darauf freue ich mich. Wie Julius macht auch mir die Arbeit für den tpo viel Spaß. Darum bleibe ich in Sachen Journalismus auf jeden Fall am Ball.

Das Gespräch führte Vincent Venus, stv. Bundesvorsitzender für die Öffentlichkeits- und Medienarbeit.

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