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Brief an Europa: Generation Erasmus

Kolumne „Ein Brief an Europa“

, von  Stéphanie-Fabienne Lacombe

Liebe Generation Erasmus, du bist in mehreren Sprachen zu Hause. Du hast Freunde in Bratislava, Barcelona und Brno. Du hast Europa mit Interrail oder günstigen Airlines bereisen und erfahren können. Du hast in verschiedenen Ländern gelebt und studiert und mit etwas Glück wurden dir sogar deine Studienleistungen anerkannt.

Studenten auf der Plaza Mayor in Salamanca - Spanien ist mit rund 40 000 Erasmusstudenten pro Jahr Zielland Nummer eins – © Ivana Peric

Autoren

  • Stéphanie-F. Lacombe studiert Geographie und VWL in Berlin. Bei Praktika beim „Handelsblatt“ sowie „ParisBerlin“ entdeckte sie ihre Begeisterung für Journalismus. Im Sprachenmix fühlt sie sich zu Hause, daher ist sie seit April 2015 Koordinatorin der Übersetzungen bei treffpunkteuropa.de.

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Du weißt, was interkulturelles Zusammenleben bedeutet, hast kulturelle Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Putzpläne diskutiert. Du siehst dich als Europäer, Mobilität und Währungseinheit sind für dich Normalität.

Doch so individuell und bereichernd deine Erfahrung war und ist, so unbegeistert ist dein Aktivwerden dafür. Seit 1987 sind über 3,3 Mio junge Menschen mit einem Erasmusstipendium im Ausland gewesen, in einigen Ländern 10% der Akademiker. Das ist keine kleine Zahl. Doch wo bist du, Generation Erasmus, in den Debatten zur Flüchtlingsfrage, zur Zukunft Europas, zu Schengen und Grenzschließungen? Wann gehst du für Europa auf die Straße? Wie verschaffst du dir Gehör? Dein Engagement bleibt das einer sehr aktiven Minderheit.

Liebe Generation Erasmus, nichts erscheint logischer, als dich dafür einzusetzen, dass auch zukünftige Studenten, Freiwillige oder Auszubildende die gleichen Möglichkeiten und Freiheiten genießen können wie wir. Wir jungen Europäer sind es, die Position beziehen müssen, um unsere Zukunftsvision zu verteidigen. Welches Europa von morgen wollen wir? Wie wollen wir gegen Nationalismus und Rassismus argumentieren? Wie können wir die Europäischen Bürger für mehr Föderalismus und Solidarität begeistern? Wie können wir die Interessen der kommenden Generationen vertreten? Diese Fragen zu diskutieren und realistische Zukunftsvisionen zu erarbeiten ist in Zeiten von Desintegration und Grenzschließung von hoher Dringlichkeit. Lösungsvorschläge sollten nicht Technokraten überlassen werden. Stattdessen ist es an der Zeit, sich zusammenzuschließen und gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten!

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