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Für ein Europa ohne Grenzen!

, von  übersetzt von Pia Hilfert

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Der hohe Stellenwert der Mobilität in der Stärkung der Europäischen Staatsbürgerschaft und der Förderung von pluralistischen Gesellschaften ist offiziell anerkannt, ebenso der hohe Wert der Mobilität im Hinblick auf eine wettbewerbsfähige Arbeitnehmerschaft. Heutzutage ist Europa der Kontinent auf dem alle Bürger in den Genuss aller ihrer politischen Rechte, der Menschenrechte und des Rechts auf Freizügigkeit innerhalb der EU kommen sollten. Im Anblick der abnehmenden Stellung all dieser Rechte überall in Europa, begegnen uns deshalb Probleme mit allen drei Aspekten. Kürzliche Angriffe auf das Recht der Freizügigkeit durch Mobilitätseinschränkungen im Schengengebiet sind das Hauptanliegen, welches wir in diesem Brief betonen möchten und so zu deiner Aufmerksamkeit bringen möchten.

Einer der Hauptgedanken, auf denen die Europäische Union basiert, ist der Glaube an das Recht der Freizügigkeit, das Hand in Hand mit Visa -Erleichterungen, Solidarität und Mobilität für die Bürger der Länder innerhalb dieser gestärkten Partnerschaft geht. Das Schengen Gebiet wurde gegründet, um die Grenzen in Europa abzuschaffen.

Nichtsdestotrotz schränken einige Länder innerhalb des Schengengebiets aktuell diese Freiheiten wieder ein und schlagen vor, Grenzkontrollen wieder einzuführen. Wir sind stark über diesen Trend bei den politischen Eliten besorgt, der Migration durch repressive Vorgehensweisen und Grenzkontrollen kriminalisiert, und auch von den Medien genährt wird. Besonders die Visapolitik als Sache des einzelnen Mitgliedsstaats anzusehen finden wir alarmierend!

Anders als in den neusten Äußerungen der Regierungen einiger Mitgliedsstaaten, besteht der richtige Umgang mit den angestiegenen Migrationsbewegungen nicht in einer Wiedereinführung interner Grenzkontrollen, sondern in einer Vergemeinschaftung der Sicherung der EU Außengrenzen und einer starken gemeinsamen EU Visa Politik.

Wir verurteilen die aktuellen Sorgen über die nationale Sicherheit im Hinblick auf Mobilität als eine Gefahr, die uns vergessen lässt, dass Mobilität Lebenslanges Lernen ermöglicht, den Werte- und Normenaustausch zwischen verschiedenen Kulturen stärkt und so ein gemeinsames Verstehen und den europäischen Arbeitsmarkt ermöglicht. JEF Europa glaubt an die gemeinsamen Vorteile, die durch die Mobilität geschaffen werden und setzt sich für eine weitere Stärkung der Mobilität durch die Schaffung von Anreizen ein, um die innereuropäische Mobilität als auch den Zugang von Nicht-EU Studenten und Forschern durch vielfältige Förderprogramme zu fördern.

Deshalb verurteilen wir auch die langen und komplizierten Verfahren, die immer noch nötig sind um ein Visa oder eine Aufenthaltserlaubnis als Staatsangehöriger Armeniens, Azerbaijans, Weißrusslands, Georgiens, des Kosovo, Moldovas, der Ukraine und der Türkei zu erhalten. Der aktuelle Visaprozess macht eine Vereinfachung der Prozeduren für Nicht-EU Einwohner, die sich für ein Visa für einen Kurzzeitaufenthalt, ein Praktikum oder ein Seminar bewerben und eine Transformation zu einem visafreien Europa nötig, da die aktuelle politische Führung Ablehnung nähert und die Fortschritte in Handel, Business, Bildung und Zivilgesellschaft behindert.

Aus all diesen Gründen wollen wir ein Europa ohne Grenzen. Die Lasten der Visabeschränkungen sind ein Teil der Vergangenheit und nicht wieder einführbar. Europa sollte ein Raum sein, in dem alle das Recht auf Freizügigkeit leben können, und nicht nur ausgewählte Europäer. Deshalb möchten wir dich dazu aufrufen, die Erweiterung des Schengenraums zu unterstützen, um regionale Stabilität und Integration sowie wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand zu fördern, ebenso wie ein gutes Geschäftsklima und den Austausch für Bildungszwecke. Die Jungen Europäischen Föderalisten werden immer gegen jegliche Versuche kämpfen, Grenzkontrollen auf europäischem Boden aufrechtzuerhalten oder wieder einzuführen.

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