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Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

, von  Daniel Alexander

Erster Teil einer Mini-Serie zur Haltung der EU in der Kosovo Frage : Geschichte.

Autoren

Die Frage der Unabhängigkeit Kosovos ist sehr wichtig für die EU. Der Kosovokonflikt war eine der größten geopolitischen Fragen der letzten Jahre in Europa, und bis heute gibt es keine Lösung, die allen Parteien als befriedigend empfinden würden. Dazu kommt auch die Tatsache, dass die Länder des Westbalkans potenzielle Mitglieder der EU sind, was die Interessen der EU in dieser Region des europäischen Kontinentes auch beeinflusst.

Im Mittelalter

Im Mittelalter war der Kosovo Teil des serbischen Königreichs, und gilt als einer der wichtigsten Orten der serbischen Kultur und Geschichte. Es ist aber umstritten, ob die Bevölkerung nur serbisch war, weil zu dieser Zeit politische und ethnographische Grenzen fast unabhängig voneinander waren.

1389 wurde die serbische Armee (dessen Soldaten aber von mehreren Völkern stammten, einschließlich Albanern) von den Osmanen besiegt, und Kosovo, so wie das gesamte Südosteuropa, wurde zu einem Provinz des osmanischen Reiches. Nach dem zweiten Balkankrieg von 1913 wurde Kosovo wieder in Serbien eingegliedert, aber die Serben waren nur eine knappe Mehrheit der Bevölkerung: viele Albaner, sowie andere Völker, wohnten in der Gegend.

Die Entstehung der Probleme im XX. Jahrhundert

Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Königreich Jugoslawien gegründet als Staat der Südslawen, unter denen die Serben allerdings die führende Position besaßen. Im Kosovo hat der Staat versucht, die lokalen Albaner zu assimilieren, ohne großen Erfolg. Im zweiten Weltkrieg verlor Serbien, als Verbündeter der Alliierten, das größte Teil seines Territoriums an seinen Nachbarstaaten, die auf der Seite des dritten Reichs waren, und Kosovo wurde Teil des italienischen Protektorats von Albanien.

Mit der Gründung Jugoslawiens waren Albaner eine Mehrheit im Kosovo geworden, teilweise wegen der hohen Anzahl an serbischen Kriegsopfern. Aus diesem Grund wurde Kosovo zu einer autonomen Region Jugoslawiens: auf dem Papier war es immer noch Teil der serbischen sozialistischen Republik, aber tatsächlich übten die örtliche Albaner die Macht aus.

Albanisch wurde zu Staatssprache, und viele Serben, die sich diskriminiert fühlten, sind nach anderen Teilen Serbiens oder anderen jugoslawischen Republiken umgezogen. Diese Auswanderung hat die Mehrheitsstellung der Albaner, die schon die höchste Fruchtbarkeit Europas hatten, gestärkt, und in den achtziger Jahren stellten Albaner 80% der Bevölkerung des Kosovos dar.

Der Krieg zwischen Serbien und der UCK

Die Serben waren mit dieser Situation nicht zufrieden, und der nationalistische Präsident Serbiens, Slobodan Milosevic , hat die Autonomie des Kosovos widerrufen. Als Antwort haben die Albaner im Kosovo die Unabhängigkeit erklärt. Zuerst gab es fast ausschließlich eine friedliche Bewegung unter Ibrahim Rugova, der ein paralleles Parlament und albanischsprachige Schulen gegründet hat, und eine Politik von passivem Widerstand gefördert hat.

Später kamen auch bewaffnete Gruppen wie die UCK, die Akten der Terrorismus gegen Serben und ‚unloyale’ Albaner ausgeübt hat. Diese Strömung wurde stärker nach 1997, als die Regierung von Tirana zusammengebrochen ist, was den massenhaften Schmuggel von Waffen aus Albanien ermöglicht hat.

Der Kampf zwischen Serbien und der UCK wurde immer bitterer, und manche haben sogar von Genozid gesprochen. Diese Vorwürfe haben sich später falsch erwiesen, aber es ist wahr, dass der serbische ‚Antiterrorismus’ auch manche Zivilisten zu Opfer gemacht hat.

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P.S.

Bild: Schlacht zwischen den serbischen und osmanischen Armeen, 1389. Quelle: Wikipedia.

Ihr Kommentar

  • Am 25. August 2009 um 02:56, von  jonni Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    das ist so ein quatsch... du bist ein schlechter student.. lese mal geschichte über kosovo dann erst was schreiben... proserbischer trottel . genozid gesprochen dort sind fast 100000 menschen gestorben klar war das genocid was sonst.

  • Am 26. August 2009 um 10:22, von  Guillaume Amigues Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Hallo Jonni,

    und danke für deinen gemässigten und respektvollen Beitrag. Auf diesem Forum versuchen wir immer an ersten Stelle, den anderen zu respektieren. Bitte achte daran, sonst werden wir deine Beiträge einfach löschen müssen.

    Abgesehen davon darfst du natürlich die Artikeln besprechen und kritisieren. Der Autor hat seine Meinung geäussert und gerechtfertigt.

    Ich habe ungefähr 20 unterschiedliche Begriffserklärungen für „Genozid“ gefunden. Dazu kommt noch dass die Fakten, genaue Anzahl an Opfern, genaue Absichten der beiden Seiten (was für die internationale rechtliche Definizion eines Genozides wichtig ist) usw... heute noch umstritten sind.

    Aus diesem Grund haben wir entschieden, dieses Artikel als solche zu veröffentlichen, besonders weil der Autors seine Meinung in gemässigten Begriffe ausdrückt, und die Kontroverse anspricht.

    Ich lade dich jetzt ein, ein artikel zu diesem Thema zu schreiben, um deine Meinung vorzustellen. Sehr gerne würed ich es veröffentlichen wenn es alle Regeln des Taurins beachtet.

  • Am 26. August 2009 um 10:54, von  Daniel Alexander Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Danke fur deine Meinung. Ob ich ein Trottel oder ein schlechter Student bin kann ich nicht selber antworten, aber auf keinen Fall verteidige ich die Verbrechen des serbischen Staates in Kosovo-Krieg. Milosevic, und die serbische Armee unter seiner Fuhrung, haben schwere Kriegsverbrechen begangen, die ich ubrigens erwahnt habe.

    Dessen ungeachtet bleibt die Tatsache, dass „Operation Hufeisen“, der vermutliche Plan fur die systematische Totung aller Kosovo-Albaner, hat sich eindeutig als eine Falschung erwiesen. Ausserdem hat Milosevic keine solche Verbrechen gegen Albaner in anderen Teilen von Jugoslawien, zum Beispiel im Presevo-Tal oder in Montenegro.

    Die Kosovo-Albaner waren Opfer einer schweren Verbrechen, die man allerdings nicht mit der systematischen Vernichtung der Juden oder der Armenier vergleichen darf. Ubrigens werden Serben und Angehorigen anderer Minderheiten in Kosovo ermordet oder vertrieben. Ein serbische Nationalist wurde auch dieses als „Genozid“ beschreiben (was auch vollkommen ungerechtfertigt ware). Ich ziehe aber vor, die Tatsachen zu erzahlen soweit ich es kann, und bestimmte Begriffe nur mit Vorsicht anzuwenden.

  • Am 29. August 2009 um 09:32, von  stan Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Hallo,

    leider beginnt bei Ihnen die Geschichte erst im Mittelalter, als die Serben bereits auf dem Balkan lebten. Dies sugeriert dem Balkan-unerfahrenen Leser, das die heutige albanische Bevölkerung eigentlich immer mit den Serben zusammengelebt hat.

    Tatsache ist, das der nationale Gedanke auf dem Balkan sehr spät entstanden ist. Die Sprache der heutigen Albaner unterschied sich bereits seit eh und je von der der serbischen Bevölkerung. Es waren defacto zwei unterschiedliche Völker.

    Weiterhin schreiben Sie in Ihrem Artikel, das Kosovo an das italienische Protektorat Albanien fiel, was wiederum bei den Lesern die Schlussfolgerung zuließe, das sich zunehmend zu diesem Zeitpunkt Albaner aus Albanien in den Kosovo abgesetzt haben könnten. Sie sollten hier klarstellen, das die heutige albanische Bevölkerung sehr eng beieinander lebt und zwar in Albanien, in Nord-Mazedonien, in Nord-Griechenland (Cameria), in Süd-Montenegro, in Kosovo und im Südwesten des heutigen Serbiens.

    Die heutigen Albaner leben also immerschon in diesem zusammenhängenden Gebiet. Die Wirren der Balkankriege und der des 1. und 2 Weltkrieges haben die politischen Grenzen immer wieder verändert, jedoch konnten sie keine ethnischen Grenze zwischen die Albaner schieben, um ihr Zusammengehörigkeitsgefühl zu zerstören.

    Ach ja, jeder hat das „Recht“ auf seine Meinung. Gleichzeitig hat aber auch jeder die „Pflicht“, genau zu recherchieren, wenn er eine Behauptung in die Öffentlichkeit wirft.

    Die größten Konflikte in der Geschichte der Menschheit sind durch „unwahrheiten“ entstanden.

    Merci

  • Am 29. August 2009 um 16:49, von  Daniel Alexander Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Ich glaube, dass ich die geschichtliche und ethnographishe Situation eher neutral beschrieben habe, aber ich erkenne, dass ein so kompliziertes Thema sich kaum ausführlich erklären lässt in einem kurzen, journalistischen Artikel. Als Antwort auf Ihrem Beitrag möchte ich einige Sachen aber klarstellen.

    Auf dem Gebiet des heutigen Kosovos haben seit dem frühen Mittelalter sowohl Serben als auch Albaner gelebt (wir wissen aber nicht, wie viel von welchem Volk es gab bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts). Kosovoserben und Kosovoalbaner haben historisch ziemlich abgetrennt voneinander gelebt: Kosovoalbaner haben auch historisch sehr wenig Kontakt zu Albanien gehabt, was auch in einem geringeren Massen für Kosovoserben und Belgrad hält. Deswegen haben die kurze Assimilierungsversuchen von Tirana und Rom, sowie die viel langere von Belgrad, gescheitert. Im allgemeinen stimme ich Ihnen also zu.

    Wenn ich etwas geschrieben habe, die wie eine falsche Interpretation dieser Fakten scheint, habe ich es entweder schlecht geschrieben, in welchem Fall ich mich dafür entschuldige, oder Sie haben es schlecht gelesen. Das wichtigste ist aber zu erkennen, dass weder die Serben noch die Albaner können sich auf unbestrittene historische Fakten beruhen, um zu sagen, dass Kosovo gehört ewig und immer den einen oder den anderen. Sobald dieses geklärt ist können die Historiker der Region ihre Arbeit machen, ohne deren politische Ausnutzung zu fürchten.

  • Am 3. September 2009 um 14:04, von  der nachdenkliche Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Lieber Herr Alexander,

    ich möchte nicht bestreiten, dass Sie in diesem Artikel bemüht sind, die historischen Fakten so neutral wie möglich zu schildern.

    Nichtsdestotrotz muss man vorsichtig mit so einem Artikel umgehen, wenn man ihn so einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellt und demenstprechend besser rechercheieren oder eben auf Quellen hinweisen müsste.

    Denn die Geschichte von Balkan ist eine sehr komplizierte. Und sie beginnt nicht erst seit dem Mittelalter(!).Aber auch ab dem Mittelalter stimmen Ihre Fakten nicht ganz überein, ohne, dass ich ins Detail gehe.

    Ich bin pro Diskussionen, aber mit historisch erwiesenen Fakten.

    Und der neueste Kapitel der Geschichte des Kosovo, der im Jahre 1981 anfängt und im Jahre 1999 endet, bedarf sicherlich tiefgründiger Recherchen und Beschreibung.

    Das kommt in Ihrem Artikel viel zu kurz und viel zu oberflächlich und ist nicht korrekt dargestellt.

    Auch würde mich eine neutrale Quelle interessieren, die es besagt, dass es jemals (!) eine Mehrheit von Serben in Kosovo gegeben habe (!). Ich kenne nicht einen Balkanhistoriker, der das behaupten würde.

    Als Fazit finde ich, dass es für ein europäisches Magazin wie Taurin, es nicht gehört halbrecherchierte Behauptungen zu veröffentlichen.

    Trotzdem bin ich gespannt auf die nächsten Teile dieses Artikels.

    Mit freundlichen Grüßen.

  • Am 3. September 2009 um 14:07, von  BENI Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Als erstest Kosovo war nie teil Serbiens und jeder kennt die geschiechte das vor 650jahren die slawiche serben sind von rusische karpaten nach balkan gesiedelt.Damals in balkan gab keine slawische volker.Bis 1912 Kosovo war unter Osmanischen reich und erst später sind die serben in Kosovo einmarschiert und Kosovo okupiert und 100000 ziviliesten emordet und mehr als 1milion Kosovo albaner nach Türkei vertrieben.Das ist auch bewiesen worden.Das gleiche haben die serben auch im zweiten welt krieg gemacht wo ganze Kosovo vebrant worden ist und wieder masaker und terror in albanischen bevolkerund verübt worden ist.In 60jahren unter dem kriegs verbrecher Rankowic Kosovo wurde wieder opfer serbiche arme mit mehr als 100tausend vertriene und viele viele opfer.Unter Tito Kosovo war teil Yugoslawiens mit veto recht,das hat bem serben nicht gefalen und seit 1989 haben Kosovo wieder okupiert und 1998 mehr als 1milion Albaner vertrien und mehr als 15000 tote und ganze land zerstört und 80% der wohnheuser zestört.Um dieses leid und trägodie ein ende zu geben war NATO gezwungen anzugreifen.Die UN hat vorgeschlagen ein bewachtes unabhänigkeit und dadurch hat Kosovo mit untrstützung viele länder die Unabhänigeit bekommen und langsam aber sicher wird ein stabiles land und garant für frien und stabilitet in balkan sein.

  • Am 3. September 2009 um 15:21, von  Ledion Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Der Autor ist leider nicht ganz neutral oder eine bessere Erklärung wäre etwas zu pro-serbisch!!!

    „aber es ist wahr, dass der serbische ‚Antiterrorismus’ auch manche Zivilisten zu Opfer gemacht hat“ ............manche??????? Hallo?????????? Dieser Satz hat es in sich!!! Dieser Satz ist eine Frechheit und zugleich extrem respektlos gegenüber den Opfern der serbischen, fürchterlichen und verbrecherlichen Politik in Slowenien, Kroatien, Bosnien und Kosovo!

    Allein in Kosovo werden immer noch ca. 2000 Menschen (der alb. Bevölkerung) vermisst, die seit dem Krieg spurlos verschwunden sind ganz zu schweigen von den ca. 15000 ermordeten während des Kriegs.

    Dieser sogenannter serbische „Antiterrorismus“ ist auch für die ca. 300.000 ermordeten Zivilisten in Kroatien und Bosnien verantwortlich (8000 Menschenleben allein in Srebrenica!!!) Nennst du sowas Antiterrorismus????

  • Am 3. September 2009 um 17:56, von  Beni Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Hallo Herr Daniel Alexander

    Ich will nicht alles korrigieren sondern zunächst nur mal ein Punkt: Die Serben stellten 1913 keine knappe Mehrheit, die Serben machten damals 10-max.20%, die Quelle ist Holm Sundhausen - Geschichte Serbien.

  • Am 4. September 2009 um 11:14, von  Dardaner Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Was für 10% die sind da einmarschiert und dort gabs kein einzigen Serben.

  • Am 4. September 2009 um 23:58, von  Daniel Alexander Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Danke für die Information. Ich habe nachgeschaut, und eigentlich waren diese Statistiken aus 1871, von der österreichisch-ungarischen Militär (Das Fürstenthum Serbien und Türkisch-Serbien, eine militärisch-geographische Skizze von Peter Kukolj, Major im k.k.Generalstabe, Wien 1871). 1913 waren die Serben schon eine Minderheit - unterschiedliche Statistiken gehen von 15% bis 35%.

  • Am 7. September 2009 um 22:28, von  Daniel Alexander Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Vor 650 Jahren? Warum denn liest man schon von Serben auf dem Balkan in byzantinischen Schriften ab dem 10. Jahrhundert? Kosovo war auch ein Teil des serbischen Königreichs im Mittelalter, obwohl die meisten Serben übertreiben die historische Wichtigkeit Kosovos für Serbien.

    Ausserdem sind sehr viele Ortsnamen im Kosovo slavisch, und die hunderten von serbischen Kirchen aus dem Mittelalter zeigt, dass Slaven doch seit ziemlich lange Zeit im Kosovo leben. Natürlich gibt es ihnen kein Recht, die mittelälterliche Grenzen zu fordern, oder das Land für sich unbedingt anzusprechen, aber man kann es halt nicht ignorieren.

  • Am 7. September 2009 um 22:48, von  Daniel Alexander Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Die Tatsache, dass ich „Antiterrorismus“ in Anfürungszeichen sollte zeigen, dass ich diese Bezeichnung ablehne. Natürlich hat Serbien Kriegsverbrechen begangen, und natürlich war die agressive Politik von Milosevic vollkommen ungerechtfertigt. Man soll aber nicht vergessen, dass es auch eine bewaffnete Gruppe im Kosovo gab, die gegen die serbische Regierung gekämpft hat, und dessen Soldaten auch keine Engel waren. Ich verteidige nicht die serbische Politik, aber ich versuche es zu erklären - so wie ich die Unabhängigkeitsbewegung als Reaktion auf der anti-albanischen Politik der „anti-bürokratischen Revolution“ zu erklären.

    Ich habe weder von Bosnien noch von Kroatien gesprochen, und das mit vollem Absicht, weil die Situationen gar nicht vergleichbar sind. In diesen beiden Ländern ist es klar, dass die dortige Serben die Unabhängigkeit aller territorien wollten, wo sie die Mehrheit waren, und sobald es klar war, dass sie es nicht friedlich bekommen würden, haben sie Gewalt angewendet, sowohl gegen Soldaten als auch gegen Zivilisten, und versucht, alle Minderheiten auszutreiben. In diesen Kriegen wurden viele grausame Taten begangen, meistens von den serbischen Milizen (z.B. der Massaker von Srebrenica). Die Situation ist also ganz anders als im Kosovo, wo die serbische Armee vor allem gegen die UCK angegriffen hat.

    Ich verstehe, dass das Wort „manche“ als kalt vorkommen kann. Ich wollte die Tote nicht damit verkleinern. Ich bin aber kein Deutscher, und kann mich leider nicht immer perfekt auf Deutsch ausdrucken.

  • Am 8. September 2009 um 14:27, von  BENI Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Alle kirchen in Kosovo was die serben behaupten das sie serbisch sind entsprischt nicht der warheit.Bis die Turkiche perandori den ballkan eroberte in heutigen Kosovo lebten albanische bevolkerung mit kristliche glauben und daher gibt es heute kirche aus mittelalter in Kosovo.Das sind fakten.Nach dem die serben Kosovo okupiert haben dann versuchten sie auch die geschiechte zu ändern und zu behaupten das alle kirchen in Kosovo sebisch sind und Kosovo herz sebiens ist.Alle falsch und nich wahr.Heute noch in Kosovo leben viele albaner mit kristliche glaube.

  • Am 8. September 2009 um 17:25, von  Daniel Alexander Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    Also eine neutrale Quelle für die serbische Mehrheit in Kosovo im frühen osmanischen Reich: http://books.google.com/books?id=KfqbujXqQBkC&q=defter#v=snippet&q=defter&f=false. Der Autor ist zwar pro-serbisch, und zitiert sehr virulente anti-albanische Meinungen aus dem 19. Jahrhundert, aber die Dateien, die er anwendet, kommen aus der osmanischen Volkszählung von 1455, dessen Original in Istanbul liegt und die in Sarajevo übersetzt und publiziert wurde, und kann deshalb als neutral gelten.

    Volkszählungen aus dem 19. Jahrhundert geben unterschiedliche Ergebnisse, und können sowohl auf eine serbische als auch auf eine albanische Mehrheit zeigen. Es ist aber bekannt, dass viele Serben im 17. und 18. Jahrhundert Kosovo verlassen haben, und nach dem Reich der Habsburg geflohen sind, was eine erhöhte Anteil an albanische Bevölkerung erklären würde. Deshalb ist Vojvodina/Délvidék, ein historisch ungarisches Gebiet, heute mehrheitlich von Serben bewohnt und unumstritten Teil des serbischen Staates.

  • Am 9. September 2009 um 20:16, von  Daniel Alexander Als Antwort Die EU und die Kosovo-Frage 1/3

    ja, natürlich gibt es christliche Albaner (darunter die Mutter Theresa und Skanderbeg, die vielleicht die zwei albanische Nationalhelden sind, die auch im Ausland bekannt sind). Es gibt aber eine ziemlich klare geographische Grenze zwischen katholischen (Nordalbanien, Kosovo, FYROM, Sizilien) und orthodoxen (Südalbanien, Nordwestgriechenland) Albanern. Ausserdem findet man keine einzige historische Quelle, die eine albanische orthodoxe Bevölkerung im Kosovo zeigt. Ganz im Gegensatz waren die meisten Albaner (deren Zahl laut osmanischen Quellen aber ziemlich niedrig im mittelalterlichen Kosovo war) entweder Katholiken oder Muslime, und die Serben mehrheitlich orthodox. Das würde auch erklären warum relativ viele Albaner und relativ wenige Serben sich zum Islam bekehrt haben, weil die katholische Kirche viel strenger von den Türken verfolgt wurde als die orthodoxe.

    Sie sagen, dass es alles Fakten sind. Wenn Sie eine einzige unabhängige Quelle zitieren können, die sagt, dass die Slaven im 9. oder 10. Jahrhundert noch nicht auf dem Balkan waren, oder dass die orthodoxe Kirche im Kosovo albanisch ist, würde es mir höchstens interessieren.

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